Corona-Re-Start – SR Juniors kicken wieder!

Der Spaß ist wieder da bei aller Vorsicht, allerdings ohne richtiges Spiel!

Sie kicken wieder, spielen aber noch nicht, die Straubinger Jungs, die bei Schalke, Wolfsburg, Dortmund und den Bayern auflaufen, und das „im Fußballherzen im Süden der Stadt“ am FSV Platz am Alburger Rennweg. Die SR Juniors des Vereins dürfen wieder trainieren. Die Nachfrage in der Whatsapp-Gruppe und von Vätern, die man beim Einkaufen traf und die ihre Sprösslinge von der Playstation wegbringen wollten, war groß, berichtet Jürgen Brunner, Vorsitzender des FSV.
Donnerstags bot Jugend-Koordinator Thorsten Hauke mit Co-Trainer Mike Roth das erste Training unter Corona-Bedingungen an. Vier Viererteams dürfen nach derzeitigen Regeln trainieren. Die jungen Spieler kann man an ihren Trainingsleiberl farblich zuordnen, blau, grün, gelb und rot. Daher die Zuordnung zu den vier Bundesligamannschaften. Raten sie mal, welche Farbe zuerst vergriffen war? Das ist die mit „rot“ zu beantwortende Fangfrage zur Begrüßung. Die Viererteams dürfen nicht miteinander trainieren und keiner darf auch die nächste Woche in ein anderes Team wechseln. Schalke kann also keinen Bayernspieler abwerben oder umgekehrt. Macht nichts! Die Jungs haben Spaß, wieder am Platz zu stehen. „Englischer Rasen von der Stadtgärtnerei“ wird attestiert und vom Platzwart liebevoll, nicht nur in Corona-Zeiten, gepflegt.

Schüsse a la Cristiano Ronaldo
Auf einen Torwart verzichtet man noch. Dafür hat man in ein buntes, in Abschnitte geteiltes Netz im Tor investiert, dass „Trickschüsse“ ermöglicht. Mit der modernen Fassung der Torwand lassen sich Schüsse a la Cristiano Ronaldo trainieren, wie man es aus Youtube-Videos kennt. Die Rebounder, die schon im vergangenen Jahr angeschafft wurden und Bälle per Gumminetz zurückkicken, ermöglichen ein weiteres kontaktloses Training. „Und auch die kommen gut an.“ Neu und am beliebtesten ist Fußballtennis. Gerade wird im Doppel der Ball über das Netz gehoben – mit Schmackes, aber vorsichtig, damit er im Spielfeld bleibt. Jürgen Brunner ist froh, dass wieder ein Anfang gemacht ist. Man will bewusst viel in die Jugendarbeit stecken, die in den vergangenen fünf Jahren dadurch enorm gewachsen ist von fünf auf 120 Kin-der- und Jugendspieler. Spaß am Sport, auch gern mit modernen zeitgemäßen Ansätzen, und das Gemeinschaftserlebnis sollen dabei an erster Stelle stehen. Über Aufstiege und Erfolge, die man vorzuweisen hat, freut man sich natürlich auch. Stolz ist man daneben auf die Integrationsarbeit, die allen Beteiligten etwas zurückgibt.
„An den Abstand muss man sie immer wieder erinnern“, betont Trainer Thorsten Hauke, der sich   lächelnd freut, dass die Spieler einfach wieder so viel Spaß am Rasen haben. „Aber das Spiel am Ende des Trainings wird ihnen fehlen“, erklärt er. Das darf es noch nicht geben, Zweikämpfe und Manndeckung bedeuten einfach Kontakt.

Man merkt, dass nicht trainiert wurde
Daher macht man aus der Not eine Tugend und trainiert Technik und passgenaues Zuspiel. Das schadet nie. Man merke aber, dass drei Monate nicht trainiert wurde. Hauke und andere Trainer haben zwar ein „Cyper-Training“ angeboten, bei dem Videos von Lauftrainings eingeschickt wurden und per Skype Tipps gegeben wurden, allerdings sei das „mehr ein Spaß“ gewesen.

Auch nach dem Training ist nun alles anders. Die Kabine mit Duschen muss geschlossen bleiben. Die Spieler kommen in voller Montur zum Training und fahren so auch wieder heim. Verschwitzt, aber glücklich, dass das Runde wieder über das Tennisnetz, auf den Rebounder oder das Ronaldo-Torwandnetz darf.

(Autor: Uli Scharrrer)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.